Von Tierliebe bis Tierschutz


Klar, tierlieb bin ich schon immer gewesen, auch schon als kleines Mädchen ...

Die Kaninchen von meinem Opa fand ich zum Knuddeln. Ich habe sie auf der Wiese grasen
lassen und immer ganz doll aufgepasst, dass keins entwischt, denn dann hätte ich wohl auch Ärger bekommen ...

Einmal haben mich meine Eltern gesucht - und mich dann friedlich schlafend im Heu eines "unbewohnten" Kaninchenstalles gefunden *lach*

Aber ich habe auch so manche Träne geweint, wenn wieder eines der Kaninchen als Braten auf dem Tisch landen sollte ...
Ich kann bis heute kein Kaninchenfleisch essen ...und will es auch gar nicht!!

Meine Kinder waren wie sehr viele andere auch sehr tierbegeistert - und so sind wir dann zu unserem ersten Hund gekommen. Es war ein kleiner Spitz-Mix und meine Große war total stolz, dass sie ihn aus dem Wurf aussuchen durfte.

Als wir dann aber im Mai 1980 nach Berlin gezogen sind, zog er zu der Schwester meines Mannes.

Er es war ja gewohnt, in Haus und Garten sein zu dürfen, da hätte es ihm wohl im Plattenbau im 5. Stock nicht sehr gefallen ...


Aber ganz ohne Tiere ging es da auch nicht. So verlegten wir uns dann auf gefiederte Mitbewohner. Zuerst zog unser Wellensittich-Hahn Moritz ein, weiß mit grau, also eine nicht so gängige Farbe.

Er war ein hübsches und recht schnell zutrauliches Vögelchen.

Sein Käfig, den mein Mann aus einer großen, tiefen Schublade, mit einer Tür aus einer Glasscheibe und einem alten Vogelkäfig gebastelt hatte, hing in der Küche. Natürlich genoss er dort auch Freiflug.

Wenn wir morgens alle am Frühstückstisch in der Essecke des Wohnzimmers saßen, brauchten wir ihn nur zu rufen, dann kam er angeflogen ...und manchmal landete er dann schon auf 'nem Brötchen mit Pflaumenmus, um sich dann anschließend auf die Schulter meines Mannes zu setzen und dessen T-Shirt mit 'nem schönen Trittmuster zu versehen *lach*

Nachdem sich meine Kinder in der neuen Umgebung eingelebt hatten und meine 2. Tochter Schulkind geworden war, bin ich ab Oktober auch wieder arbeiten gegangen.
Damit der kleine Kerl nicht so einsam ist, haben wir ihm ein Weibchen zugesellt.

Ja, und wie das so ist - wir hatten ja wissbegierige Kinder - haben wir dann mal einen Nistkasten an der Seite des Käfigs angebaut. Womit wir gar nicht so schnell gerechnet hatten, war ein Gelege.
Es war natürlich unheimlich interessant, die Entwicklung der kleinen Wellis mitzuerleben.
Jeden 2. Tag legte die Henne ein Ei und fing schon (so ist das bei diesen Vögeln normal) gleich mit dem ersten zu brüten an. So schlüpften die Jungen dann auch mit 2-tägigem Abstand. Insgesamt waren es drei.

Sie sind ja zuerst noch ganz nackt und blind und brauchen viel Wärme. Darum bleibt auch die Henne die ersten Tage in der Bruthöhle und wird vom Männchen mit Futter für sich und das Gelege versorgt richtige "Familienvögel" also ...

Zwei von den Jungen haben bei guten Freunden unserer ältesten Tochter ein Zuhause gefunden und das junge Weibchen blieb bei uns.

Mit ihr und einem neuen jungen Hahn und dem älteren Pärchen gab es dann ab und an und im Wechsel noch einige Nachzuchten.

Die Jungen sind immer in Familien der Freunde meiner Töchter untergekommen.

1987 sind wir dann endlich in eine größere Wohnung umgezogen ...die Wellis natürlich mit ...sie sind fast alle recht alt geworden ...so 13-14 Jahre.

Wir hatten nun allerdings keine *Ausrede* mehr, und unsere Kinder bekamen die lange ersehnten Meerschweine. Natürlich mussten wir, wie andere Eltern auch, unsere Kinder bei der Pflege der Tierchen unterstützen. Bei den größeren war es eher das Erinnern an die Pflichten, bei den jüngeren Töchtern musste aber auch schon mal mit zugepackt werden. Aber es war schön, zu sehen, wie die Verantwortung dafür von den Mädels *meist gern* übernommen wurde.

Als unsere beiden ältesten Töchter dann recht zeitig schon ausgezogen waren, hatten wir plötzlich

viel Platz. Das war 1992 und da war er dann plötzlich wieder, der Wunsch nach einem Hund.
Es sollte ein Tibet Terrier sein ...

Wir hatten uns zuerst in das Aussehen dieser Hunde verliebt und uns dann ganz ausgiebig über
diese Rasse informiert ... Genau so einer sollte es eben sein ...unser Fuchur !

Und es passte einfach alles. Er war der Familienhund, den wir uns wünschten.

Nur als er dann älter wurde, stellte sich eine gewisse Trägheit ein ...

Darum haben wir 2004 eine kleine Gefährtin für ihn gesucht und haben zum ersten Mal ein Tier aus einem Tierheim, dem Tierheim Ladeburg, kennen gelernt. Die kleine Lissy war so ein süßes Hündchen. Wir haben uns gefragt, wie denn Menschen so herzlos sein können, so ein kleines Schätzchen auszusetzen.

Das war der Startschuss, mit dem ich begann, mich ganz bewusst für den Tierschutz zu interessieren.

Die beiden Hunde jedenfalls verstanden sich auf Anhieb und die kleine Hundedame war obendrein gleich bei uns zu Hause. Auch mit den Katzen gab es erstaunlicher Weise überhaupt keine Probleme *freu*

...und dann kam das www auch zu uns ...und es gab sooo viele TS-Seiten...

Meinen ersten Kontakt zum Thema Auslandstierschutz hatte ich 2004, als ich die kleine Tuna aus Spanien/Barcelona über Tiere in Spanien adoptierte. Und ich war froh, dieser kleinen süßen Katze

ein zu Hause geben zu können.

Von da an war ich oft auf den verschiedenen TS-Seiten unterwegs.

Meine ersten aktiven Tierschutz-Gehversuche, machte ich 2006/2007, indem ich Fördermitglied bei der Katzenhilfe Samtpfötchen und dort z.B. auch Patin für schwer vermittelbare Katzen wurde.

Was habe ich mich für jedes dieser armen Tierchen aus Spanien gefreut, wenn es ein Zuhause bekam. Mittlerweile waren dann alle meine Patenkatzen vermittelt ...und eine neue ging damals leider nicht.
Und es sind sogar zwei Katzen aus Spanien, vermittelt durch diesen Verein, bei mir eingezogen.


Und nun "Wo die Tierliebe hinfällt"

 

Fuchur und Lissy sind 2006 und 2007 über die Regenbogenbrücke gegangen...

Und da ja auch mein Mann nicht mehr lebt und ich noch ein paar Jahre arbeiten gehen muss, sollte hier kein neuer Hund einziehen.

Eigentlich...

ja, eigentlich denn vor Kurzem habe ich nun ihn, den Shio auf der HP des TH Berlin gesehen -
einen Tibet Terrier (wenn wohl auch nicht reinrassig, aber das ist mir auch nicht wichtig)

Er ist schon mindestens 9 Jahre alt und ich konnte es einfach nicht mit ansehen, dass dieses Hündchen kein eigenes Zuhause hat.

Er ist am 16.06.2008 unser neueste Familienmitglied geworden.

Klick dich auf die Shio-Seite

Im Februar 2009 musste ich den Süßen allerdings schon auf seinem Weg zur Regenbogenbrücke begleiten ...Die Spondylose war so schlimm geworden, dass er sich nur noch unter Schmerzen bewegen konnte, besonders beim Hinlegen und Aufstehen hatte er ganz arge Probleme.
Viel Zeit blieb ihm leider nicht bei uns, aber er hatte noch einmal ein Zuhause ...

mach's gut mein süßer Shio !!!


Wie schon auf anderen Seiten erwähnt, ist zu Ostern 2015 die kleine Eny zu uns gestoßen.

Auch sie kommt aus dem Tierschutz, ist aus Barcelona bei uns angereist. Ein - wie ich immer sage - "Yorkidackel"mädchen. Natürlich hatte auch sie von Beginn an keine Probleme mit den Katzen ...


"Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen,

müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."

Noka


- zurück -